Vertiefungsmodul: Simulationspersonen
Simulationspersonen im Fokus - vom Rollenspiel zur standardisierten Simulationsperson
Vertiefungsmodul Simulationspersonen
Neben der Vermittlung grundlegender Kenntnisse zur Arbeit mit Simulationspersonen verfolgt das Modul das Ziel, ein erweitertes Verständnis für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Simulationspersonen sowie für die zugrunde liegende Methodik zu entwickeln.
Die Teilnehmenden setzen sich praxisnah mit unterschiedlichen Szenarien auseinander und erarbeiten eigenständig Möglichkeiten, Simulationspersonen gewinnbringend in ihre eigenen Simulationen & Skills Trainings zu integrieren. In Gruppenübungen werden Rollenprofile, Rollenmasken und Fallbeispiele für die jeweiligen individuellen Fachbereiche konzipiert und weiterentwickelt.
Darüber hinaus vermittelt das Modul, welche Besonderheiten und Feinheiten bei Trainings mit Simulationspersonen zu beachten sind, welche organisatorischen und didaktischen Vorbereitungen notwendig sind und wie Simulationspersonen strukturiert und zielführend in Debriefings eingebunden werden können.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der individuellen Anpassung an die jeweiligen Rahmenbedingungen der Bildungseinrichtungen. Gemeinsam werden unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten besprochen, die sich an den vorhandenen personellen, finanziellen und organisatorischen Ressourcen orientieren. Während einige Einrichtungen beispielsweise mit professionellen Simulationspersonen arbeiten können, werden zugleich alternative Konzepte und praktikable Lösungen für Institutionen mit begrenzteren Ressourcen vorgestellt und erarbeitet.
Zielsetzung
- Vertiefung von Rolle und Bedeutung von Simulationspersonen im simulationsbasierten Lernen verstehen und entlang der INACSL Standards einordnen.
- Auswahl, Rekrutierung und Vorbereitung von Simulationspersonen kriteriengeleitet gestalten.
- Rollenskripte entwickeln und anpassen, die eine authentische, reproduzierbare und lernzielbezogene Darstellung ermöglichen.
- Simulationspersonen zur Feedbackgabe befähigen – strukturiert und lernförderlich aus der Rollenperspektive.
- Schutz, Ethik und Qualität sichern – Wohlbefinden (Safe Container), ethische Aspekte und Qualität des Einsatzes berücksichtigen.
Inhalte
- Kurze Wiederholung & Grundlagen – Auffrischung aus dem Basismodul
- Akquise & ressourcenangepasste Konzepte – Anforderungsprofile, Rekrutierungswege und organisatorisch-rechtliche Rahmenbedingungen sowie alternative Konzepte und praktikable Lösungen für Einrichtungen mit begrenzten personellen, finanziellen und organisatorischen Ressourcen.
- Qualifizierung & Stufenkonzept – Aufbau eines mehrstufigen Qualifizierungsprogramms für Simulationspersonen
- Rollenmaske verfassen – Strukturierte Konzeption: Anamnese, Affekt-Profil, Verhaltenscharakteristika, Reaktionsmuster, Feedback-Auftrag; Qualitätskriterien nach ASPE.
- Briefing, Debriefing & De-Roling – Vorbereitung der Simulationsperson auf das Szenario, strukturiertes Einbinden ihrer Perspektive in das Debriefing und Begleitung beim De-Roling.
- Ethik & Schutz – Psychologische Sicherheit für die Simulationsperson, Selbstfürsorge, ethische Spannungsfelder nach SSH Code of Ethics und ASPE Standards.
Dauer und Struktur
Dauer: 16 UE online
Tag 1: 08:30 – 15:45 Uhr
Tag 2: 08:30 – 15:45 Uhr
Abschluss: Teilnahmezertifikat
Einen Zugang zur Lernplattform und zu Teams mit einem Link erhalten die Teilnehmenden rechtzeitig vor Beginn.
Fortbildungspunkte
Das Modul kann als berufspädagogische Fortbildung bei den entsprechenden Stellen anerkannt werden.
